
Android 11 wird noch 2020 ausgerollt, vermutlich bekommen die ersten Modelle das Update bereits Anfang September. Einem wohl aus Versehen geposteten Video von Google zufolge könnte Android 11 am 8. September vorgestellt werden. Google hatte den Clip Anfang Juli zunächst auf YouTube gepostet und anschließend schnell wieder gelöscht. (via Android Police). Die neue Version des Smartphone-Betriebssystems könnte dann den Namen "Android R" tragen und dementsprechend wieder eine Süßigkeit mit diesem Buchstaben für die eigene Bezeichnung heranziehen.
Aktuell hat Google die dritte und letzte Betaversion von Android 11 bereitgestellt; Besitzer eines aktuellen Pixel-Smartphones können die Vorabversion auf Wunsch also schon ausprobieren. Damit steht der Release wohl kurz bevor - die Beta 3 von Android 11 bringt kaum mehr neue Funktionen, sondern hauptsächlich mehr Stabilität. Damit soll es Entwicklern möglich sein, ihre Apps fit für die neue Android-Version zu machen.
Eine besonders interessante Änderung: Mit dem Update müssen Android-Nutzer nicht länger die Standortverfolgung aktiviert haben, um die Corona-Warn-App zu nutzen. Bisher war der Bluetooth-Zugriff in die Standort-Berechtigung integriert, womit die Warn-App ohne die Aktivierung desselben nicht funktionierte. Das hat Google nun getrennt und erlaubt künftig auch die Nutzung von Bluetooth ohne aktivierten Standort. In diesem Artikel tragen wir für Sie alle weiteren Informationen und News zu Android 11 zusammen.
Android 11: Welche Smartphones bekommen das Update?
Je moderner Ihr Android-Smartphone ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Update auf Android 11 auch für Ihr Gerät erscheint. In der Regel erhält ein neues Smartphone etwa zwei große Android-Updates, Ausnahmen sind natürlich immer möglich. So können sich Besitzer eines Samsung-Galaxy-S10-Handys (oder neuer) relativ sicher sein, das Update zu erhalten; dass das Vorgängermodell Galaxy S9 die neue Android-Version noch bekommt, ist hingegen eher unwahrscheinlich.
Recht sicher ist hingegen, dass zum Start zunächst Googles Pixel-Smartphones das Update erhalten und alle anderen Hersteller erst mit einiger Verzögerung folgen. Dies ist bei neuen Android-Versionen üblich, da Samsung und Co. die neue Version erst für ihre hauseigenen Geräte anpassen müssen. Eine Liste aller Smartphones, die das Update voraussichtlich erhalten, finden Sie hier.
Android 11 Neuerungen: Reboots nach Updates werden angenehmer
Schon das zweite Developer-Update zu Android 11 hatte neue Features des OS ans Tageslicht gebracht. Neben zahlreichen Funktionen, die vor allem für Entwickler interessant sind (eine einfachere Methode der Datenverschiebung, Anzeige von Refresh-Raten vom Display), gibt es aber auch einige benutzerfreundliche Features von Android 11.
So kommt mit dem neuen Betriebssystem die Funktion "Resume on Reboot" (via Android Central). Das heißt: Wird das Gerät beispielsweise über Nacht aktualisiert und danach automatisch neu gestartet, sichert das System die Login-Informationen in einem extra gesicherten Speicher. Nach dem Reboot werden diese Daten dann genutzt, um das Smartphone automatisch zu entsperren und den Status vor dem Reboot wiederherzustellen.
Wie Google inzwischen bekanntgab, wird es bei den Geräte-Updates weitere Änderungen geben: Ist es mit Android 10 bereits gelungen, dass Systemupdates schneller unter den Nutzern verteilt werden, dürfte künftig auch die Installation an sich deutlich schneller vonstattengehen (via 9to5Google). Ermöglicht wird dies durch eine neue Vorgabe Googles an die Gerätehersteller: Für die Android-Updates müssen diese künftig eine zweite Partition beim Speicher bieten. Das bedeutet, dass der Smartphone-Speicher in einen Bereich A und einen Bereich B unterteilt wird. Ist nun beispielsweise Android 10 im Bereich A installiert, wird das Update auf Android 11 im Bereich B aufgespielt. Ist die Installation abgeschlossen, bleibt Bereich B solange inaktiv, bis der User sein Gerät neu startet - erst dann ist auch das neue Betriebssystem auf dem Smartphone "aktiviert". Vorteil für den Nutzer: Das Smartphone kann während des Updates weiter genutzt werden, ohne dass man vom Installationsprozess etwas mitbekommt; "Seamless Updates" (dt.: "nahtloses Update") nennt Google dies dann.
Google macht Android 11 für moderne Displays bereit
Mit Android 11 wird es Entwicklern wohl deutlich erleichtert, ihre Programme an die modernen Trends von Smartphone-Displays anzupassen. Wie AndroidPolice berichtet, lässt sich schon jetzt die Entwicklerversion so kalibrieren, dass die App-Macher auf dem Screen sehen, ob ihre Anwendung an bestimmten Stellen des Bildschirms abgeschnitten werden könnte. So sollen unschöne Textfragmente oder Fehler bei der Darstellung noch während der Entwicklung vermieden werden.
Diese Ansicht hat nun aber eine weitere Version, die die Ränder deutlich dicker fasst und damit wohl auf Smartphone-Displays mit gewölbten Rändern abzielt. Auch hier soll vermieden werden, dass Teile der Anwendung über den geraden Teil des Displays hinausragen und es dadurch zu Verzerrungen kommt. Die Anzahl der Apps, die im Nachhinein erst ausgebessert werden müssen, um die Darstellung bei abgerundeten Ecken zu verbessern, dürfte mit Android 11 also deutlich besser werden.
Android 11: Roadmap
Die Ankündigung von Android 11 erfolgte mit einer Vorstellung neuer Emojis, genauer gesagt Emoji 13.0, das mit vielen neuen Bildchen daherkommt. Genau dieses Update soll dann auch mit Android 11 veröffentlicht werden und diverse neue Optionen für die User bieten. Die Erwähnung von Android 11 in Bezug auf die neuen Emojis war die erste offizielle Nennung der neuen OS-Version - Android 11 kommt also (wenig überraschend) tatsächlich in diesem Jahr.
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Android 11: Bluetooth-Verbesserung und elektronische ID
Tief in den Eingeweiden von Android haben die XDA Developers die Funktion "Context-aware Bluetooth airplane mode" entdeckt. Bei Android 10 ist es bislang der Fall, dass alle Bluetooth-Verbindungen gekappt werden, sobald der Flugmodus auf dem Gerät aktiviert wird. Das ist besonders dann nervig, wenn der User weiter die Audioausgabe des Geräts nutzen will.
Mit der nächsten Version, also Android 11, soll das System dann erkennen, dass die Verbindung noch aktiv genutzt wird. Sie würde dann weiterhin bestehen bleiben, selbst mit aktiviertem Flugmodus.
Zudem könnte Android 11 noch mehr nützliche Funktionen bekommen, wie mobiflip berichtet. Demnach sollen die neuen Snapdragons in den nächsten Flaggschiffen der Hersteller "Android Identity Credential APIs" unterstützen. Auch Google würde sich dann darauf konzentrieren und es so in Android ermöglichen, dass beispielsweise elektronische Identifikationen - wie ein Personalausweis oder ein Führerschein - hinterlegt werden könnten.
Datentausch, Stadia & Benachrichtigungen in der Blase
Android 11 R soll es den Usern zudem ziemlich einfach machen, Daten zwischen zwei Smartphones ohne Internetzugang auszutauschen. Ähnlich wie bei Apples AirDrop könnten dann die Geräte miteinander kommunizieren. Diese Funktion soll aber nicht nur Android 11 vorbehalten sein - mittlerweile können auch die ersten Smartphones mit Android 10 auf Googles "Nearby Sharing" zugreifen.
Google soll zudem weiter auf den Gaming-Stream Stadia aus dem eigenen Hause setzen. Alle Smartphones, die mit Android 11 R ausgeliefert werden, sollen direkt in der Lage sein, den Dienst zu nutzen. Dabei soll es sich nicht um die App aus dem Google Play Store handeln, sondern eine tiefere Integration in das neue Betriebssystem.
Modern geht es bei den Benachrichtigungen auf Android-11-Geräten weiter. Bubble-Benachrichtigungen sollen die bisher eingesetzten Listen ersetzen. Diese ploppen direkt als Overlay auf dem Homescreen auf und lassen sich wohl verschieben oder einfach schließen, um später angesehen zu werden.
Mögliche weitere Features: Dark Mode und lange Screenshots
Android 11 könnte zwei weitere sehr nützliche Features erhalten. Zum einen soll der beliebte Dark Mode künftig an eine Zeitschaltung gekoppelt sein. Heißt: User können eine Uhrzeit festlegen, zu der das Smartphone automatisch in den dunklen Modus wechselt. Das spart nicht nur Akku, sondern kann auch den Augen am Abend etwas Entspannung verschaffen.
Geplant waren für Android 11 außerdem die langen "Scroll-Screenshots", die über die normale Größe des Smartphone-Displays hinausgehen. Wird die Funktion genutzt, kann also beispielsweise eine gesamte Website abfotografiert werden, statt nur einen kleinen Teil davon abzubilden. Wie ein Android-Entwickler während eines Q&A wissen ließ, werden es die langen Screenshots jedoch zumindest anfangs nicht in Android 11 schaffen.
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September 03, 2020 at 04:47PM
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